Pizzateig, Schoki und Lichtgeschwindigkeit?
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- Zuletzt aktualisiert: Samstag, 25. Juli 2026 13:37
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Ein etwas anderer Bericht…..
!!!! Achtung: Sicherheitsabstand von der Schokolade einhalten !!!!
Am Freitag, den 12. Juni 2026, hat der KS2 Physik Basiskurs zusammen mit Frau Plachta ein letztes Praktikum gemacht, in dem wir uns mit Hilfe von Pizzateig, Schokolade und einer Mikrowelle der Lichtgeschwindigkeit genähert haben.
Jetzt fragt ihr euch sicher, was eine Mikrowelle mit Lichtgeschwindigkeit zu tun hat. Eine Mikrowelle erwärmt euer Essen mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen, die eine bestimmte Frequenz besitzen. Diese Frequenz beträgt in unserem Fall 2450 MHz. Des Weiteren breiten sich diese Wellen mit Lichtgeschwindigkeit aus. Da der Innenraum einer Mikrowelle als faradayschen Käfig abgeschirmt ist, werden die Strahlen an jeder Innenwand der Mikrowelle reflektiert. Dadurch entsteht eine stehende Welle. Somit entstehen ortsfeste Kontenpunkte, an denen sich die Wellenbäuche addieren. Hier wird das Essen besonders stark erhitzt.
Im Normalfall wäre das extrem ungünstig, da euer Essen an einer Stelle verbrennt und an der anderen Stelle kaum warm wird. Und genau deshalb gibt es im Normalfall einen Drehteller, der das Essen dreht, damit es überall gleich warm wird und nicht schwarz wird.
Für unseren Versuch haben wir den Drehteller herausgenommen, weil wir diese „Hotspots“ ja messen wollen. Als Versuchsobjekte dienten Pizzateig und Schokolade, wobei der Pizzateig besser geeignet war, da die „Hotspots“ kleiner waren und besser messbar.
Durchführung:
Den Pizzateig dünn ausrollen und dann in die Mitte der Mikrowelle legen. Bei der Schokolade gerne auch 2 Tafeln verkehrt herum nebeneinanderlegen und dann 25-40 Sekunden erhitzen auf höchster Stufe.
Kleiner Merk- Ka(r)sten:
(Ohne Karsten keine Stimmung. Ohne Formel keine Physik (für Frau Plachta).
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Wellenlänge ⋅ Frequenz = Lichtgeschwindigkeit
Für Frau Plachta extra mit Einheiten:
λ ⋅ f = c
λ {in cm} ⋅ f {in Hz} = c {m⋅s⁻¹}
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Ergebnis:
Beim Pizzateig kamen wir auf einen Durchschnittlichen Abstand der Hotspots von 6,3 cm was λ/2 entspricht. Die Messung erfolgte mit wissenschaftlicher Präzision, also mit Lineal, Augenmaß und einem Finger breit Luft.
λ ⋅ f = c
6,3 cm ⋅ 2 ⋅ 2450 ⋅10⁶ Hz = 3,087 ⋅ 108 m⋅s⁻¹
Der Literaturwert beträgt: 299 792 458 m⋅s⁻¹
Für diesen einfachen Aufbau und die vorhandene Messungenauigkeit sind wir überrascht, wie nahe wir dem Literaturwert gekommen sind.
An dieser Stelle bedanken wir uns bei Frau Plachta, dem Pizzateig, der Schokolade und allen physikalischen Gesetzen, die sich freundlicherweise an den Literaturwert gehalten haben und unseren Versuch tatkräftig unterstützt haben.
!Der Versuch eignet sich auch zum selber ausprobieren, wenn man Schäden an der Mikrowelle durch Schokolade akzeptiert und ausreichend Sicherheitsabstand vor der Schokolade einhält.!
Markus Schulz