KS1 trifft Urzeit: Fossilien, Fischsaurier und die Frage nach dem Ursprung des Lebens
Im Rahmen der Projektwoche reiste das Biologie-Basisfach der Kursstufe 1 (KS1) von Frau Faber von Pforzheim nach Stuttgart ins Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart. Begleitet wurde die Gruppe von Frau Montes und Frau Plachta, um vor Ort im Museum am Löwentor tiefer in die faszinierende Geschichte der Evolution einzutauchen.
Der Museumsguide Robin führte die Schülerinnen und Schüler in einer 1,5-stündigen Führung auf eine anschauliche Reise durch die verschiedenen Erdzeitalter. Dabei standen nicht nur theoretische Zusammenhänge im Mittelpunkt, sondern vor allem beeindruckende Fossilien, anschauliche Darstellungen und detailreiche Skelettrekonstruktionen verschiedener Arten.
Ein Schwerpunkt der Führung lag auf der Entwicklung der Wirbeltiergruppen und ihrer Veränderung im Laufe von Jahrmillionen. Die weltberühmten und einzigartig erhaltenen Funde aus dem Schwarzen Jura von Holzmaden, darunter die eindrucksvollen versteinerten Fischsaurier (Ichthyosaurier) waren besonders beeindruckend. Auch zwei besondere Namen gab Robin der Gruppe mit auf den Weg, die sie sich unbedingt merken sollten: den Archaeopteryx (Urvogel) als wichtige Verbindung zwischen Dinosauriern und heutigen Vögeln sowie den Quastenflosser, der als „lebendes Fossil“ einen Einblick in die Entwicklung der Wirbeltiere und den Übergang vom Wasser- zum Landleben ermöglicht.
Durch Fragen und kleinere Aufgaben bezog Robin die Schülerinnen und Schüler immer wieder aktiv in die Führung ein. Dadurch blieb es nicht bei einer reinen Betrachtung der Ausstellungsstücke, sondern die Entwicklungsgeschichte des Lebens auf der Erde wurde greifbar.
Die Exkursion bot die Möglichkeit, über den Tellerrand des normalen Unterrichts hinaus einen direkten Einblick in die Evolutionsgeschichte zu bekommen. Gerade Themen, die im regulären Unterricht nur begrenzt behandelt werden können, wurden durch die zahlreichen Originalfunde und anschaulichen Rekonstruktionen lebendig. Am Ende des Tages hatte die Gruppe einen vertieften Einblick in die Entwicklung der Wirbeltiere, die verschiedenen Erdzeitalter und die Vielfalt des Lebens auf der Erde gewonnen.
Miriam Plachta