Thinking Outside the Box - ein Projekttag voller Kettenreaktionen
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- Zuletzt aktualisiert: Samstag, 25. Juli 2026 13:49
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Am Anfang stand eine Materialliste und die Aufforderung der beiden Klassenlehrerinnen Frau Oberst und Frau Plachta: „Bringt viel mit!“ Was daraus entstehen sollte, blieb bis zum Beginn des Projekttages geheim.
Auch nach der Bekanntgabe des Themas am Montag wussten die meisten Schülerinnen und Schüler zunächst noch nicht so recht, was genau sie an diesem ersten Projekttag am 20. Juli 2026 erwarten würde. Aufgeteilt in zwei Teams sollte die Klasse 10a innerhalb von 5 Schulstunden jeweils eine eigene Rube-Goldberg-Maschine bauen und am Ende vorführen.
Die geneigte Leserschaft, die bereits an dieser Stelle weiß, was das ist, kann diesen Abschnitt gerne überspringen.
Für alle anderen: eine Rube-Goldberg-Maschine ist eine möglichst komplizierte Konstruktion, mit der eine eigentlich ganz einfache Aufgabe erfüllt wird. Dabei löst ein Gegenstand den nächsten Schritt aus: Eine Murmel rollt beispielsweise eine Rampe hinunter, stößt Dominosteine um, spannt dadurch eine Schnur und setzt schließlich einen weiteren Gegenstand in Bewegung. Benannt sind diese Maschinen nach dem amerikanischen Cartoonisten Rube Goldberg, der für seine Zeichnungen fantasievoller und übermäßig komplizierter Apparaturen bekannt wurde. Allgemeinhin werden solche Apparaturen auch als Kettenreaktionsmaschinen bezeichnet.
Nach einer kurzen Einführung (inklusive Erklärvideos) machten sich die beiden Teams an die Planung ihrer Maschinen. Dafür stand eine große Auswahl an Materialien zur Verfügung: Kartons, Papier- und Toilettenpapierrollen, Becher und Flaschen, Murmeln, Spielzeugautos, Schnüre, Gummibänder, Holzstäbe, Lineale, Wäscheklammern und viele weitere Alltagsgegenstände. Mit Scheren, Klebeband, Malerkrepp, Knete und Blumendraht konnten die einzelnen Bauteile miteinander verbunden und befestigt werden. Zusätzlich wurden Materialien in der Physik geplündert.
Der Ehrgeiz war geweckt: Schnell zeigte sich, dass nicht nur kreative Ideen gefragt waren. Die Schülerinnen und Schüler mussten planen, ausprobieren und ihre Konstruktionen immer wieder verändern. Häufig funktionierte ein einzelner Abschnitt zunächst gut, während die gesamte Kettenreaktion an einer anderen Stelle ins Stocken geriet. Dann galt es, gemeinsam nach der Ursache zu suchen, Abstände anzupassen, Rampen zu stabilisieren oder einen völlig neuen Lösungsweg zu entwickeln.
Neben technischem Verständnis und handwerklichem Geschick spielten vor allem Zusammenarbeit, Geduld und Kommunikation eine wichtige Rolle. Innerhalb der Teams mussten Aufgaben verteilt, unterschiedliche Ideen diskutiert und die einzelnen Abschnitte schließlich zu einer zusammenhängenden Maschine verbunden werden.
Der Projekttag bot der Klasse 10a damit die Gelegenheit, außerhalb des gewöhnlichen Unterrichts kreativ zu werden, und ganz gemäß dem Motto des Tages „Thinking Outside the Box!“. Gemeinsam wurde an einer größeren Herausforderung gearbeitet und gemeinsam erlebt, wie aus vielen kleinen Bewegungen Schritt für Schritt eine große Kettenreaktion entstehen kann.
Beide Gruppen gingen die Aufgabe auf ganz unterschiedliche Weise an und präsentierten am Ende jeweils ihre Rube-Goldberg-Maschine.
Text: Mareike Oberst und Miriam Plachta
Bilder/Collagen: Miriam Plachta
