Specksteine bearbeiten und Werkeln im Technischen Museum
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- Zuletzt aktualisiert: Samstag, 25. Juli 2026 13:50
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Im Rahmen der Projekttage erwartete die fünften Klassen ein abwechslungsreiches Programm. Neben Lions Quest, dem Sporttag und einem Ausflug in den Wildpark Pforzheim standen auch das kunstvolle Bearbeiten von Specksteinen sowie ein Besuch im Technischen Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie auf dem Programm. An beiden Tagen konnten die Schülerinnen und Schüler selbst in die Rolle von Schmuckherstellerinnen und Schmuckherstellern schlüpfen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Unter freiem Himmel ging es nach einer kurzen Einführung in das Material und die Bearbeitung der Specksteine mit viel Geduld, Geschick und Begeisterung an die Arbeit. Nach und nach entstanden individuelle Kunstwerke – darunter Herzen, Berge, Handschmeichler, Bücher und viele weitere fantasievolle Formen. Besonders spannend war dabei, dass vielen Steinen ihre spätere Farbe zunächst nicht anzusehen war. Erst nach dem Schleifen, Polieren und Einölen kamen die unterschiedlichen Farbtöne zum Vorschein und sorgten für überraschte Blicke und strahlende Gesichter. Stolz präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre fertigen Schmuckstücke und nahmen sie – teilweise als selbst gestaltete Halskette – mit nach Hause. Zusätzlich durfte jedes Kind einen weiteren Speckstein mitnehmen, um die kreative Arbeit auch zu Hause fortzusetzen.
Am folgenden Tag führte der Weg in das Technische Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler auf eine liebevoll gestaltete Zeitreise in das Jahr 1767 mitgenommen und erfuhren, wie die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Schmuckherstellung nun auch in Deutschland ihren Anfang nahm. Während der spannenden Führung erhielten sie interessante Einblicke in historische Arbeitsweisen und technische Geräte. Einige Maschinen durften sogar selbst ausprobiert werden. So formten die Kinder unter Anleitung eine goldene Klammer als Erinnerungsstück und erlebten die beeindruckende Kupferwalze in Aktion.
Anschließend waren die Schülerinnen und Schüler erneut selbst gefragt: Mit viel Fingerspitzengefühl, Kreativität und Ausdauer formten und schmiedeten sie aus Draht eigene Schmuckstücke. Zum Abschluss wurden Arm- und Halsketten ganz nach den persönlichen Vorstellungen mit bunten Perlen verziert. Mit großer Freude, vielen neuen Eindrücken und selbst gefertigten Erinnerungsstücken gingen zwei kreative Projekttage zu Ende, die den Kindern sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Leonie Odenwälder
